25. September

Sonntag, 25. September – noch ein „freier“ Tag

Das Frühstücksangebot war wieder mal – dank der uns betreuenden Familie – überwältigend, jedoch wir hatten nicht so den großen Hunger.

Um 9.00 Uhr war der 2. Sonntagsgottesdienst angesetzt. (Der erste war bereits um 6.00 Uhr, zu dem wir glücklicherweise nicht erscheinen mussten.)
Vor dem Gottesdienst wurde erst mit dem Kirchenvorstand gebetet und anschließend ging es zur Einweihung der neuen Toilettenanlage der Gemeinde.

Es war ein sehr schöner Gottesdienst, zu dem Erika Mohri die Predigt übernommen hatte. Pfarrerin Rita übersetzte aus dem Englischen in Bahasa Indonesia.

Es wurde viel gesungen, vor allem von verschiedenen Familiengruppen (Koloms) und auch von einem etwa 60köpfigen Männerchor. Das war insgesamt sehr beeindruckend.

Nach dem Gottesdiest waren wir eingeladen, an der Feier zur Einweihung des neuen Hauses eines frisch vermählten Paares teilzunehmen.

Es gab – neben dem ganzen Spanferkel vom Grill – auch viele andere „mehr“ oder weniger scharfe Leckereien. Zum Schluss noch das obligatorische Gruppenbild mit den Gastgebern.

Am Nachmittag war „sight seeing“ in Manado angesagt, das sich bei Ankunft dort als eine Feier der Familie unseres Gastgebers entpuppte. Dort waren etwa 150 bis 200 Menschen versammelt und es gab Live Musik und ….

… reichlich zu Essen.

Zurück ging es über eine Nebenstrecke rund um Manado. Wir passierten ein sehr fröhliches Treiben am Meer: Badende, Cafés, Shops und dazu Mengen von qualmenden Grills. Das alles eingerahmt von einer Auto- und Mopedschlange.

Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender „freier“ Tag.

Das Bild zeigt den Hahn, der in lichter Entfernung von etwa 5 m von meinem Bett untergebracht ist. Er bringt mich mitten in der Nacht oft auf einen unbändigen Appetit auf Brathähnchen, weil sein ständiges Krähen auch immer von sämtlichen Gockeln der Umgebung beantwortet wird.

Helmut Lohkamp

PS: Den Blog für das Wochenende habe ich so weit alleine geschrieben, da wir alle an unterschiedlichen Orten untergebracht waren – siehe auch die Kommentare.

Hier der Artikel von Birgit Hindrichs:

Ein freier Tag. Wochenende in Minahasa: Freizeit, Zeit zum Feiern. Auch wir durften mitfeiern.
Gemeinsam mit unseren Freunden Grace und Richard Siwu folgten wir der Einladung zur Feier des 70. Geburtstages von Norma Rampen in ihrem Haus und Garten in Airmadidi. Ich möchte euch erzählen von der warmherzigen Begrüßung durch die Gastgeberin, dem großzügigen Angebot an Essen und Trinken, den Begegnungen mit Bekannten und Freunden aus unseren früheren Besuchen in Minahasa, unseren Umarmungen, Gesprächen, gemeinsamen Erinnerngen … und ebenso von der Andacht mit Singen und Beten vor dem ausgiebigen Mahl.
Normas Feier war nicht die einzige an diesem Tag.
Während unserer Autofahrt durch die Ortschaften inmitten der tiefgrünen gebirgigen Landschaft kündeten immer wieder Zeltdächer auf Bambusgestängen und mit Steinbrocken gesicherte Blumengebinde auf dem Fahrweg als Vorzeichen für eine Feier und vor allem Kreuze und geöffnete Kirchentüren sowie festlich gekleidete Menschen weitere Feiern an: Taufe, Hochzeit, Beerdigung – tatsächlich sind uns an diesem einen Tag im Vorbeifahren die äußeren Anzeichen für christlich geprägte Feiern zu allen wesentlichen Stationen menschlichen Lebens begegnet.
Nüchtern betrachtet Zeugnisse einer erfolgreichen Missionsarbeit vergangener Zeiten – für Martin und mich gemeinsam mit unseren Freunden und den anderen Gästen bei Normas Geburtstagsfeier gelebte ökumenische Partnerschaft.

Birgit Hindrichs



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